Made by Uhrig

Logo Therm Liner

Made by Uhrig

System

Systembeschreibung

Therm-Liner ist ein modulares Kanalwärmetauschersystem für den nachträglichen Einbau in Bestands- und Neubaukanäle.

Jeder Therm-Liner ist eine Maßanfertigung und wird in Abhängigkeit der Bedarfsseite des Energienutzers und der jeweiligen Kanalsituation ausgelegt und designt. Die einzelnen Wärmetauschermodule werden über die vorhandene Schachtinfrastruktur in den Kanal eingebracht und betriebssicher montiert.

Eine Therm-Liner Anlage ist jederzeit demontierbar sowie erweiterbar.

Funktionsprinzip

Im Prinzip ist der Therm-Liner ein doppelschaliger Druckbehälter aus Edelstahl. Die Wärmetauscheroberfläche wird vollflächig vom warmen Abwasser überströmt. Der Wärmetauscher selbst von einer Kühlflüssigkeit, in der Regel Wasser, durchströmt. Dem warmen Abwasser wird so Energie entzogen. Das gewonnene Temperaturniveau wird dann mittels einer Wärmepumpe auf eine nutzbare Energieleistung hochgeschraubt. Wird für das Gebäude auch eine Klimatisierung benötigt dann kommt eine reversible Wärmepumpe zum Einsatz. Der Prozesskreislauf wird im Sommer einfach umgedreht und das Gebäude über den Abwasserstrom gekühlt.

Heizsysteme

In Abhängigkeit von Gebäudenutzung, Ökonomie und Ökologie kann das Therm-Liner System in verschiedenen Heizsystemen eingebunden werden. Herzstück ist immer die Wärmepumpe:

  • Monovalente Auslegung: Grund- und Spitzenlast werden ausschließlich über die Wärmepumpe und Energiequelle Abwasser abgedeckt. Der Vorteil ist eine maximale CO2 Reduzierung. Der Nachteil ist die hohe Investition im Verhältnis zum geringen Energieverbrauch im Spitzenlastbereich.

  • Bivalente Auslegung: Diese Einbindung kommt am Häufigsten zum Einsatz. Die Grundlast (ca. 70% Brennstoffsubstitutionen) wird über die Wärmepumpe und der Spitzenlastbedarf über einen fossilen Energieträger abgedeckt. Diese Variante stellt meistens das Beste Verhältnis zwischen Wirtschaftlichkeit und ökologischem Nutzen dar.

  • Multivalente Auslegung: Bei einem hohen Energiebedarf und in gasversorgten Gebieten wird die Heizungstechnik oft multivalent ausgelegt. Neben der Wärmepumpe kommt ein BHKW in Verbindung mit einem Spitzenlastkessel zum Einsatz. Den Grundlastbedarf teilen sich Wärmepumpe und BHKW, wobei das BHKW gleichzeitig Strom für die Wärmepumpe liefert. Der Spitzenlastbedarf wird wie bei der bivalenten Auslegung durch einen Spitzenlastkessel gedeckt.

Wärmeverteilung

Die Wärmeverteilung wird in zwei Arten unterschieden:

  • Kalte Nahwärmenetze: Bei einer mehrfach Bebauung hat jeder Energienutzer seine eigene Wärmepumpe. Der Vor- und Rücklauf zum Kanalwärmetauscher wird kalt (ungedämmt) geführt.

  • Warme Nahwärmenetze: Bei einem warmen Nahwärmenetz wird die Wärmepumpe zentral aufgestellt. Der Primärkreislauf zwischen Wärmepumpe und dem jeweiligen Energienutzer ist ein warmes (gedämmtes) Netz. Der Sekundärkreislauf zwischen Wärmepumpe und Kanalwärmetauscher wieder ein kaltes Netz.